Was ist Lymphdrainage und wie kann sie helfen?

Lymphdrainage: Was sie ist und wie sie bei verschiedenen Beschwerden hilft Die Manuelle Lymphdrainage ist eine besondere Form der physiotherapeutischen Behandlung, die vorwiegend bei Schwellungen und Störungen des Lymphabflusses eingesetzt wird. Sie unterscheidet sich deutlich von einer klassischen Massage: Die Griffe sind wesentlich sanfter, rhythmisch aufgebaut und folgen bestimmten Behandlungsrichtungen. Ziel ist es, den Abtransport […]
Veröffentlicht am Donnerstag, 24. September, 2026 - 11:09 Uhr
Anwendungen der Manuelle Lymphdrainage

Lymphdrainage: Was sie ist und wie sie bei verschiedenen Beschwerden hilft

Die Manuelle Lymphdrainage ist eine besondere Form der physiotherapeutischen Behandlung, die vorwiegend bei Schwellungen und Störungen des Lymphabflusses eingesetzt wird. Sie unterscheidet sich deutlich von einer klassischen Massage: Die Griffe sind wesentlich sanfter, rhythmisch aufgebaut und folgen bestimmten Behandlungsrichtungen. Ziel ist es, den Abtransport von Flüssigkeit aus dem Gewebe zu unterstützen und dadurch Schwellungen, Spannungsgefühle und daraus entstehende Bewegungseinschränkungen zu reduzieren. Besonders nach Operationen, Verletzungen und bei bestimmten Erkrankungen des Lymphsystems kann die Lymphdrainage einen wichtigen Bestandteil der physiotherapeutischen Versorgung darstellen.
Auch in der Praxis für Physio- & Schmerztherapie von Michael Sachs in Bochum gehört die Lymphdrainage zum therapeutischen Leistungsspektrum. Sie kann dabei mit weiteren physiotherapeutischen Maßnahmen kombiniert werden, wenn dies für das individuelle Beschwerdebild sinnvoll ist. Gerade bei Schwellungen kann die Entstauung eine wichtige Voraussetzung dafür schaffen, dass Bewegungen wieder leichter möglich werden und anschließend aktive Therapie, etwa Krankengymnastik, gezielter durchgeführt werden kann.

Was ist die Lymphe und welche Aufgabe hat das Lymphsystem?

Um die Wirkweise der Lymphdrainage zu verstehen, lohnt zunächst ein Blick auf das Lymphsystem. Im menschlichen Körper entsteht ständig Flüssigkeit im Gewebe. Ein Teil dieser Flüssigkeit wird wieder über das Blutgefäßsystem aufgenommen, während ein anderer Teil über die Lymphgefäße abtransportiert wird. Die Lymphe enthält unter anderem Flüssigkeit, Eiweiße, Salze und weiße Blutkörperchen. Das Lymphsystem übernimmt damit wichtige Aufgaben bei Flüssigkeitshaushalt und Immunabwehr.

Funktioniert der Lymphabfluss nicht ausreichend, kann sich Flüssigkeit im Zwischenzellraum ansammeln. Das Gewebe schwillt an. Je nach Ursache und Verlauf kann sich daraus ein Lymphödem entwickeln. Typisch sind Schwellungen an Armen, Händen, Beinen oder Füßen. Betroffene beschreiben häufig zusätzlich ein Spannungs- oder Schweregefühl und teilweise Schmerzen beziehungsweise Bewegungseinschränkungen.
Das Lymphsystem arbeitet dabei nicht einfach wie eine einzelne Pumpe. Der Flüssigkeitstransport wird durch verschiedene Mechanismen unterstützt, unter anderem durch die Eigenbewegung der Lymphgefäße und die Muskelaktivität. Deshalb ist Bewegung ein wichtiger Bestandteil eines umfassenden Entstauungskonzepts.

Was passiert bei einer Lymphdrainage?

Bei der Manuellen Lymphdrainage wird mit sehr sanften, rhythmischen und kreisenden sowie pumpenden Bewegungen gearbeitet. Der Therapeut übt dabei gezielt Druck auf Haut und Unterhautgewebe aus. Dadurch soll die Gewebsflüssigkeit in Richtung funktionierender Lymphgefäße beziehungsweise geeigneter Abflusswege bewegt werden.

Die Behandlung folgt dabei nicht einfach dem sichtbaren Verlauf einer Schwellung. Stattdessen werden zunächst zentrale Lymphabflusswege behandelt und anschließend die betroffene Körperregion. Dadurch soll Raum für die weitere Flüssigkeitsaufnahme geschaffen werden. Bei einer Behandlung des Beines kann beispielsweise nicht ausschließlich der geschwollene Unterschenkel im Mittelpunkt stehen; vielmehr werden die entsprechenden Abflusswege in die Behandlung einbezogen. Die konkrete Vorgehensweise richtet sich jedoch immer nach dem individuellen Befund.
Die Bewegungen unterscheiden sich deutlich von kräftigen Massagegriffen. Bei der Lymphdrainage geht es nicht darum, tief in die Muskulatur zu arbeiten oder starke Druckreize zu erzeugen. Die spezielle Grifftechnik wird vielmehr so dosiert, dass die oberflächlichen Gewebeschichten gezielt angesprochen werden.

Lymphdrainage ist keine klassische Massage

Obwohl die Manuelle Lymphdrainage häufig als Massageform bezeichnet wird, bestehen wichtige Unterschiede zur klassischen Massagetherapie. Eine klassische Massage kann darauf ausgerichtet sein, Muskulatur zu lockern und Verspannungen zu behandeln. Die Manuelle Lymphdrainage verfolgt dagegen ein anderes therapeutisches Ziel: Sie soll den gestörten Abtransport von Gewebsflüssigkeit unterstützen.

Das erklärt auch, weshalb die Behandlung vergleichsweise sanft durchgeführt wird. Ein kräftiger Druck ist nicht automatisch besser. Entscheidend sind die spezielle Technik, die Richtung der Griffe, die Behandlungsgeschwindigkeit und die Anpassung an den jeweiligen Befund. Die Manuelle Lymphdrainage sollte deshalb von speziell dafür qualifizierten Therapeuten durchgeführt werden. Auch der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums weist darauf hin, dass hierfür speziell ausgebildete Physiotherapeuten oder Masseure eingesetzt werden sollten.

Bei welchen Beschwerden wird Lymphdrainage eingesetzt?

Die häufigste Verbindung besteht zwischen Lymphdrainage und Lymphödemen. Dabei kann es sich um primäre Lymphödeme handeln, die auf angeborenen, genauer gesagt genetischen Veränderungen beruhen, oder um sekundäre Lymphödeme, die beispielsweise infolge einer Erkrankung, Verletzung, Operation oder Krebsbehandlung entstehen.

Eine wichtige Rolle spielt die Manuelle Lymphdrainage deshalb in der Nachsorge bestimmter Operationen. Nach einem Eingriff können sich Flüssigkeiten im Gewebe ansammeln und zu einer Schwellung führen. Abhängig von Art und Verlauf der Operation kann eine physiotherapeutische Entstauungsbehandlung dazu beitragen, die betroffene Region zu entlasten. Welche Maßnahmen sinnvoll sind und wann mit der Behandlung begonnen werden darf, muss immer anhand des medizinischen Befundes und der ärztlichen Vorgaben entschieden werden.
Auch nach bestimmten Verletzungen kann eine Schwellung die Beweglichkeit beeinträchtigen. Ist etwa ein Gelenk durch ein Trauma deutlich angeschwollen, kann die eingeschränkte Beweglichkeit dazu führen, dass normale Bewegungsabläufe nur noch eingeschränkt möglich sind. Eine Behandlung der Schwellung kann dann Teil eines umfassenderen physiotherapeutischen Konzeptes sein. Die wissenschaftliche Literatur untersucht den Einsatz der Manuellen Lymphdrainage bei muskuloskelettalen Verletzungen, wobei die Studienlage je nach Verletzungsbild unterschiedlich ist.

Bei bestimmten venösen Erkrankungen kann ebenfalls eine Entstauungstherapie angezeigt sein. Die AWMF-Leitlinie zum Ulcus cruris venosum empfiehlt bei Patienten mit klinisch relevantem Lymphödem nach Ausschluss von Kontraindikationen eine komplexe physikalische Entstauungstherapie. Dabei wird die Lymphdrainage mit weiteren Maßnahmen kombiniert.

Lymphödem nach einer Krebsbehandlung

Ein häufiges Einsatzgebiet ist das Lymphödem nach einer Krebsbehandlung. Werden im Rahmen einer Tumorerkrankung Lymphknoten entfernt oder durch eine Bestrahlung geschädigt, kann der Lymphabfluss beeinträchtigt werden. Dadurch kann sich unter Umständen ein Lymphödem am Arm oder Bein entwickeln. Der Krebsinformationsdienst beschreibt die Manuelle Lymphdrainage als Bestandteil der Behandlung solcher Lymphödeme.
Dabei ist es wichtig, die Lymphdrainage nicht isoliert zu betrachten. Die Behandlung von Lymphödemen umfasst häufig eine komplexe physikalische Entstauungstherapie, zu der neben der Manuellen Lymphdrainage insbesondere Kompression, Bewegung, Hautpflege sowie Schulung und Selbstmanagement gehören. Auch gesund.bund.de beschreibt diese Kombination als wesentlichen Bestandteil der Behandlung von Lymphödemen.

Warum Bewegung nach der Lymphdrainage eine wichtige Rolle spielt

Die Lymphdrainage kann den Flüssigkeitsabtransport unterstützen, Bewegung übernimmt jedoch ebenfalls eine wichtige Funktion im Entstauungskonzept. Bei einer Muskelbewegung verändern sich die Druckverhältnisse im Gewebe und innerhalb des venösen und lymphatischen Systems. Genau deshalb wird Bewegung häufig gezielt mit Entstauungsmaßnahmen kombiniert.

Die Art und Intensität der Übungen hängt vom Beschwerdebild ab. Dabei muss keineswegs immer ein intensives Training stattfinden. Auch angepasste Bewegungsübungen können sinnvoll sein. Bei einem geschwollenen Bein kann beispielsweise ein individuell abgestimmtes Bewegungsprogramm helfen, die Funktion wiederherzustellen und den Umgang mit der Belastung zu verbessern.
Bei der Versorgung von Lymphödemen wird Bewegung deshalb nicht als Gegensatz zur Entstauung verstanden. Vielmehr können beide Maßnahmen aufeinander aufbauen. Sobald eine Schwellung besser kontrolliert ist und sich die Beweglichkeit verbessert, lassen sich aktive Übungen häufig leichter durchführen.

Lymphdrainage und Krankengymnastik sinnvoll verbinden

Besonders interessant ist die Kombination mit Krankengymnastik. Eine Schwellung kann die Beweglichkeit eines Gelenks einschränken, Schmerzen verursachen und bestimmte Bewegungen erschweren. Gleichzeitig kann längere körperliche Inaktivität die Muskulatur schwächen. Dadurch entsteht ein Kreislauf, bei dem sowohl die Bewegungsfähigkeit als auch die körperliche Belastbarkeit abnehmen.

Ein abgestimmtes physiotherapeutisches Konzept kann an mehreren Punkten ansetzen. Die Lymphdrainage unterstützt zunächst die Entstauung, während die Krankengymnastik anschließend gezielt an Beweglichkeit, Kraft und Koordination arbeitet. Die einzelnen Maßnahmen verfolgen unterschiedliche Ziele, können sich aber gegenseitig sinnvoll ergänzen.
Gerade in der Rehabilitation nach Operationen ist dieses Zusammenspiel interessant. Eine Behandlung kann beispielsweise zunächst darauf ausgerichtet sein, eine postoperative Schwellung zu reduzieren. Sobald die Beweglichkeit es zulässt, können aktive Übungen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die konkrete Reihenfolge und Belastungssteigerung richten sich dabei immer nach dem jeweiligen Eingriff und dem Heilungsverlauf.

Welche Wirkung können Patienten wahrnehmen?

Eine erfolgreiche Entstauungsbehandlung kann für Betroffene verschiedene spürbare Veränderungen mit sich bringen. Häufig steht zunächst das Gefühl im Vordergrund, dass sich das behandelte Körperteil weniger gespannt oder schwer anfühlt. Bei zurückgehender Schwellung kann außerdem die Beweglichkeit leichter fallen.

Bei Lymphödemen sind allerdings keine überzogenen Erwartungen angebracht. Die Manuelle Lymphdrainage ist kein Verfahren, mit dem sich jede Schwellung dauerhaft beseitigen lässt. Insbesondere bei chronischen Lymphödemen ist sie meist Bestandteil eines langfristigen Behandlungskonzeptes. Eine systematische Übersichtsarbeit von Thompson und Kollegen wertete 17 Studien zur Manuellen Lymphdrainage bei einem durch Brustkrebs bedingten Lymphödem aus und kam zu einem gemischten Ergebnis: Einzelne Studien zeigten Vorteile bei bestimmten Endpunkten, während andere keinen zusätzlichen Nutzen der Lymphdrainage innerhalb einer komplexen Entstauungstherapie feststellen konnten.
Auch eine Meta-Analyse randomisierter Studien bei Brustkrebs-assoziiertem Lymphödem fand Verbesserungen bei Schmerzen, während sich für das Lymphödemvolumen und die Lebensqualität keine statistisch eindeutigen Vorteile der Manuellen Lymphdrainage zeigten.
Diese Ergebnisse zeigen, wie wichtig eine differenzierte Betrachtung ist. Die Manuelle Lymphdrainage sollte nicht als alleinige Wunderbehandlung dargestellt werden. Ihr Stellenwert hängt von der Ursache der Schwellung, dem Stadium, den Begleiterkrankungen und dem übrigen Behandlungskonzept ab.

Was gehört zur ganzheitlichen Entstauung?

Bei einem ausgeprägten Lymphödem besteht die Behandlung häufig aus mehreren miteinander verbundenen Bausteinen. Neben der Manuellen Lymphdrainage spielen insbesondere Kompression und Bewegung eine wichtige Rolle. Hinzu kommen Maßnahmen zur Hautpflege und die Vermittlung von Wissen für den eigenständigen Umgang mit der Erkrankung. Diese Kombination wird als Komplexe Physikalische Entstauungstherapie bezeichnet.

Die Kompression unterstützt dabei, dass sich nach der Entstauung weniger Flüssigkeit erneut im Gewebe einlagert. Bewegung wiederum aktiviert die Muskulatur und unterstützt den Flüssigkeitstransport. Die Schulung des Patienten hilft, die Behandlung auch im Alltag weiterzuführen. Ein solches Gesamtkonzept ist bei chronischen Lymphödemen in der Regel deutlich umfassender als eine isolierte Behandlung auf der Therapieliege.

Wann sollte eine Schwellung ärztlich abgeklärt werden?

Nicht jede Schwellung ist automatisch ein Lymphödem. Flüssigkeit kann sich aus unterschiedlichen Gründen im Gewebe ansammeln. Deshalb sollte eine neu auftretende oder ungeklärte Schwellung zunächst medizinisch abgeklärt werden.

Besonders wichtig ist eine schnelle ärztliche Beurteilung, wenn die Schwellung plötzlich auftritt, mit starken Schmerzen einhergeht, deutlich einseitig ist oder weitere ungewöhnliche Symptome auftreten. Eine akute tiefe Venenthrombose gehört beispielsweise zu den Situationen, bei denen eine Entstauungstherapie nicht einfach begonnen werden darf. Auch bei bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder akuten Infektionen bestehen Einschränkungen. gesund.bund.de nennt unter anderem eine akute tiefe Beinvenenthrombose, Herzschwäche und eine akute schwere Wundrose als Situationen, bei denen die komplexe physikalische Entstauungstherapie nicht oder nicht vollständig angewendet werden darf.

Lymphdrainage in der Praxis für Physio- & Schmerztherapie Michael Sachs

In der Praxis für Physio- & Schmerztherapie Michael Sachs in Bochum ist die Manuelle Lymphdrainage Teil des vielseitigen physiotherapeutischen Leistungsangebotes. Die Behandlung kann insbesondere dann interessant sein, wenn Schwellungen die Beweglichkeit, den Alltag oder die Rehabilitation beeinträchtigen. Je nach Ausgangssituation lässt sich die Lymphdrainage mit weiteren physiotherapeutischen Maßnahmen verbinden.
Dabei steht die individuelle Anpassung im Vordergrund. Eine Behandlung nach einer Operation stellt andere Anforderungen als die langfristige Betreuung eines chronischen Lymphödems. Ebenso unterscheiden sich die Bedürfnisse eines Patienten nach einer Verletzung von denen eines Menschen, dessen Beweglichkeit bereits seit längerer Zeit eingeschränkt ist. Eine sorgfältige Befundaufnahme bildet deshalb die Grundlage für die Auswahl und Dosierung der jeweiligen physiotherapeutischen Maßnahmen.

Lymphdrainage als Teil einer modernen Physiotherapie

Die Bedeutung der Manuellen Lymphdrainage liegt vorwiegend darin, dass sie eine gezielte Möglichkeit bietet, bei bestimmten Schwellungen auf den Flüssigkeitshaushalt des Gewebes einzuwirken. Dabei steht sie nicht isoliert neben anderen Therapieformen, sondern kann in ein umfassendes physiotherapeutisches Konzept eingebettet werden.
Gerade die Verbindung mit Bewegungstherapie, Krankengymnastik und individuell abgestimmter Rehabilitation eröffnet zusätzliche Möglichkeiten. Wenn Schwellungen reduziert werden, können Bewegungen unter Umständen leichter fallen. Wenn gleichzeitig die Muskulatur gezielt aufgebaut und die Beweglichkeit trainiert wird, kann dies wiederum dazu beitragen, die körperliche Funktion langfristig zu verbessern.

Sanfte Behandlung mit klarer therapeutischer Zielsetzung

Die Lymphdrainage ist eine spezialisierte physiotherapeutische Behandlung, bei der sanfte, rhythmische Handgriffe eingesetzt werden, um den Abtransport von Gewebsflüssigkeit zu unterstützen. Sie kommt insbesondere bei Lymphödemen sowie ausgewählten Schwellungen nach Operationen, Verletzungen oder Erkrankungen zum Einsatz. Ihr größter Nutzen liegt dabei nicht in einer pauschalen „Entgiftung“ des Körpers oder einer allgemeinen Stärkung des Immunsystems, sondern in der gezielten Behandlung von Flüssigkeitsansammlungen und den daraus entstehenden Beschwerden.
Für eine nachhaltige Versorgung ist die Einbettung in ein Gesamtkonzept entscheidend. Kompression, Bewegung, Hautpflege, Schulung und gegebenenfalls weitere physiotherapeutische Maßnahmen können die Manuelle Lymphdrainage ergänzen. Die wissenschaftliche Studienlage zeigt zugleich, dass ihr Nutzen je nach Erkrankung und Behandlungssituation unterschiedlich ausfallen kann. Eine individuelle Befundung und fachgerechte Durchführung sind daher besonders wichtig.

Die Praxis für Physio- & Schmerztherapie Michael Sachs in Bochum bietet mit der Manuellen Lymphdrainage eine gezielte Möglichkeit zur physiotherapeutischen Unterstützung bei entsprechenden Beschwerden. In Verbindung mit Krankengymnastik und weiteren therapeutischen Leistungen kann die Behandlung dazu beitragen, Beweglichkeit und körperliches Wohlbefinden wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

Quellen und weiterführende Informationen

Wer sich vertiefend mit der Manuellen Lymphdrainage, Lymphödemen und modernen Entstauungskonzepten beschäftigen möchte, findet bei anerkannten medizinischen Institutionen und in wissenschaftlichen Datenbanken weiterführende Informationen. Das Gesundheitsportal des Bundes beschreibt die Manuelle Lymphdrainage als Behandlungsmöglichkeit bei Schwellungen, die beispielsweise nach Verletzungen oder Operationen entstehen können, und erläutert die Wirkweise der speziellen kreisenden und pumpenden Handgriffe.

Weitere Informationen zu Ursachen, Diagnostik und zur komplexen physikalischen Entstauungstherapie bei Lymphödemen bietet ebenfalls das staatliche Gesundheitsportal gesund.bund.de. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums informiert speziell über Lymphödeme im Zusammenhang mit Krebserkrankungen und beschreibt die Manuelle Lymphdrainage als Bestandteil der Behandlung durch entsprechend ausgebildete Therapeuten. Für eine wissenschaftliche Vertiefung stehen außerdem systematische Übersichtsarbeiten und Meta-Analysen über PubMed zur Verfügung, darunter Untersuchungen zur Manuellen Lymphdrainage bei brustkrebsbedingten Lymphödemen. Die Forschung zeigt dabei, dass die Effekte je nach Zielgröße und Behandlungssituation unterschiedlich ausfallen können und die Lymphdrainage insbesondere im Rahmen eines umfassenden Entstauungskonzepts betrachtet werden sollte.

Quellennachweis

  1. gesund.bund.de – Manuelle Lymphdrainage
    Informationen zur Anwendung der Manuellen Lymphdrainage bei Schwellungen, unter anderem nach Verletzungen oder Operationen.
    https://gesund.bund.de/glossar/manuelle-lymphdrainage
  2. gesund.bund.de – Lymphödem: Symptome, Ursachen und Therapie
    Grundlagen zu Lymphödemen, möglichen Ursachen sowie zur Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie mit Manueller Lymphdrainage, Kompression, Bewegung und Hautpflege.
    https://gesund.bund.de/lymphoedem
  3. Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) – Therapie des Lymphödems bei Krebs
    Fachinformationen zur Behandlung von Lymphödemen, insbesondere zur Manuellen Lymphdrainage, Kompressionstherapie, Bewegung und Hautpflege.
    https://www.krebsinformationsdienst.de/nebenwirkungen-bei-krebs/lymphoedem/behandlung
  4. PubMed – Manual Lymphatic Drainage for Breast Cancer-related Lymphedema: A Systematic Review and Meta-analysis of Randomized Controlled Trials
    Systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse zu den Effekten der Manuellen Lymphdrainage bei Brustkrebs-assoziiertem Lymphödem. Die Autoren fanden unter anderem einen positiven Effekt auf Schmerzen, während für Volumenveränderungen und Lebensqualität keine statistisch signifikanten Effekte festgestellt wurden.
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35370085/